„Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz

  Passend zum Festtag Allerseelen, an dem der Verstorbenen gedacht wird, gibt es in St. Martin am 2. November 2019 um 19 Uhr ein Vokalkonzert mit der Aufführung der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz. Schütz komponierte seine Exequien in den Jahren 1635 und 36 anlässlich des Todes seines Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß. Sie erklangen erstmals bei Reuß’ Trauergottesdienst zur Beisetzung in Gera. Die Exequien gehören zu den wichtigsten Werken des deutschen Frühbarocks und wechseln zwischen  klangvollen Chor- und virtuosen Solopassagen, die beim Vokalensemble Seicento immer aus dem Chor heraus gesungen werden. 

 

Seicento vocale ist ein junges, professionelles Vokalensemble, das überwiegend aus Studierenden und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold sowie weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland besteht. Seicento steht als Kurzform für "mille seicento" und somit für die Kultur des 17. Jahrhunderts, die Grundlage für Programmkonzepte darstellt. Neben den Musikalischen Exequien aus der Feder von Heinrich Schütz (1585-1672) stehen Auszüge aus Johann Hermann Scheins (1586-1630) Motettensammlung "Israelsbrünnlein" auf dem Programm, deren Gesamtaufführung 2016 das erste Projekt des Chores war.

Neben den Neunzehn Sängerinnen und Sängern gehört ein kleines Instrumentarium aus Laute, Orgel und Violoncello zum Ensemble. Die Leitung von Seicento vocale liegt in den Händen zweier junger Dirigenten: Jan Croonenbroeck ist derzeit Studienleiter und Kapellmeister am hessischen Staatstheater Darmstadt. Alexander Toepper ist Kantor an der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti Münster. Der Eintritt ist frei, es wird um eine angemessene Spende gebeten.

  Seicento vocale