Chorgemeinschaft St. Johannes Baptist Schwaney

 

Bericht zur Jahreshauptversammlung am 14.01.2020

 

Ehrungen waren Höhepunkt der Versammlung

Nach dem Eröffnungslied „Musik verschönt das Leben“ begrüßte der Vorsitzende Hans-Josef Leineweber eine stattliche Anzahl Mitglieder und Chorleiter Ralf Varchmin zur Jahreshauptversammlung am Ende des 121. Vereinsjahres der Chorgemeinschaft „Cäcilia“ Schwaney im Pfarrheim. Pfarrer Georg Kersting und Anton Küting als Vertreter des Kirchenvorstandes hieß er ebenfalls willkommen. Der Vorsitzende resümierte in Kurzfassung einige Eckpunkte des abgelaufenen Jahres. Neben den kirchlichen Auftritten und dem Vorweihnachtlichen Konzert mit sehr gutem Echo, hob er noch besonders den Mitgliederzuwachs von 15 neuen Stimmen im letzten Jahr, mit der Feststellung:“Wenn das kein Höhepunkt ist“, hervor. Nach den Tätigkeitsberichten standen die Wahlen, unter der Leitung von Ralf Varchmin, mit folgendem Ergebnis an. Vorsitzender: Hans-Josef Leineweber, Schriftführer: Alexander Kuhlmann, stv. Schriftführerin: Christine Schmale, Kassiererin: Maya Dietz, Notenwart: Marian Hoga, Kassenprüferinnen: Anja Hartweg und Vanessa Koch. Stimmenbeisitzer sind Thea Güldner, Ursula Blattner, Walter Rehermann-Schnückel und Josef Drewes. Die Ehrungen waren der Höhepunkt im Programm. Für 25 Jahre treue Mitgliedschaft erhielt die Altsängerin Ursula Blattner, eine Frau für alle Fälle, Urkunde und silberne Brosche des Diözesan-Cäcilienverbandes (DCV). Eine Premiere in der Chorgemeinschaft war die Auszeichnung für 70 Jahre Treue für zwei Sänger. Der Vorsitzende bezeichnete die Mitglieder Bernhard (Berni 88 Jahre) Knoke und Johannes (Hännes 89 Jahre) Knoke als Urgesteine der Chorgemeinschaft. Sie erhielten Urkunde und Brosche in Gold des DCV. Für 25 Jahre als Chorleiter im kirchlichen Dienst gratulierten und dankten Pfarrer Georg Kersting und Anton Küting vom Kirchenvorstand dem Jubilar mit einem gerahmten Chorfoto  und einem Weinpräsent. Für die Geehrten stimmte der Chor ein musikalisches Hoch an. Im Ausblick auf das kommende Jahr wurden Anregungen und bereits feststehende Termine besprochen. Neben den kirchlichen Auftritten ist der Chor anlässlich des Jubiläums „1050 Jahre Schwaney“ mehrfach im Jubiläumsprogramm gefordert. Hans-Josef Leineweber dankte allen Mitgliedern für die in 2019 gezeigte Bereitschaft und wünschte für 2020 viele erfolgreiche und gesellige Stunden.

Hans-Josef Leineweber  

von links: KV-Mitglied Anton Küting, Chorleiter Ralf Varchmin, Bernhard Knoke, Ursula Blattner, Johannes Knoke, Vorsitzender Hans-Josef Leineweber, Pfarrer Georg Kersting
 
Die Chorprobe ist wöchentlich donnerstags um 20 Uhr im Pfarrheim Johann-Baptist, Schwaney
Chorleiter: vakant, z.Zt. Kantor Reinhold Ix
1. Vorsitzender: Hans-Josef Leineweber

 

„Gutes Singen, Reinheit und Gleichklang der Stimmen“
In der 1. Schulchronik von Schwaney wird die Chorgemeinschaft Schwaney erstmals genannt:

 

„Am 15. Oktober 1898 wurde unsere neue Kirche eingeweiht. Der hochwürdige Herr Weihbischof wurde festliche empfangen. Das Dorf war geschmückt. Der Kirchenchor sang einen herrlichen 4-stimmigen Satz im gemischten Chor.“

 

In den Folgejahren wurden in der Schul- und Ortschronik nur dürftige, in vielen Jahren auch keine Eintragungen, vorgenommen. In den Wirren der Kriegs- und Folgejahre ruhten die Vereinstätigkeiten nahezu gänzlich. Nur aus den sonntäglichen Verkündigungsbüchern ist zu entnehmen, dass der Chor zu besonderen kirchlichen Festtagen zur Ehre Gottes beigetragen hat.

 

Erst 1928 finden wir wieder ein konkretes Datum über die Gründung eines Männerchores „Cäcilia“. Die Gründung eines gemischten Chores 1933 war vom damaligen Pfarrer Franz Schäpermeier nicht gewünscht. In dieser Zeit wurde das Lehreramt vom Organistenamt getrennt. Den Orgeldienst übernahm Anton Linnemann (Sabins) der auch als Chorleiter tätig war.

 

Der erneute Krieg hinterließ seine Spuren. Im Jahre 1949 wurde der Junglehrer Heribert Ridder vom Schulamt nach Schwaney versetzt, der auch den Organistendienst übernahm. Im Januar 1950 hatten sich etwa 60 Sänger/innen entschlossen, den Chorgesang wieder zu beleben. Die Chorleitung übernahm der Organist Heribert Ridder.

 

Nach vielen erfolgreichen Jahren als gemischter Chor ließ 1964 die Beteiligung, vor allem bei den Frauenstimmen, zu den Proben derartig nach, dass kein Chorgesang mehr möglich war. Dank intensiver Werbung bei den Männern im Dorf konnte noch im selben Jahr ein Männerchor gegründet werden.

 

Als 1972 der Männerchor nur noch wenige Mitglieder hatte und daher nicht mehr singfähig war, fand eine Neuorganisation statt. Bereits im November 1972 konnte die neu gegründete „Chorgemeinschaft Cäcilia“ mit etwa 40 Sänger/innen ihre Probenarbeit aufnehmen.

 

Fortan war Bewegung im Chor deutliche spürbar. Zum 100jährigen Jubelfest 1998 zählte der Chor über 50 aktive Mitglieder. Der Chor strahlte eine jugendlich Frische aus und sang für einen Laienchor auf einem hohen Niveau. Im kirchlichen, wie auch im weltlichen Dorfleben war die Chorgemeinschaft bei vielen Aktionen beteiligt.

 

Leider, wie bei vielen Laienchören, ist auch bei der „Chorgemeinschaft Cäcilia“ Schwaney der demographische Wandel deutlich spürbar. Die Chorgemeinschaft lädt daher alle begeisterten Sängerinnen und Sänger, gleich welchen Alters und welcher Stimmlage, zum Mitsingen ein.